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Im DU gefangen

 

Ich - im Du gefangen

Bin ich ICH? ICH bin viele ICHs!

Wankelnd, wechselnd, verloren, gefunden.

Lachen und Weinen nahe beieinander.

 

Abhängig vom DIR, vom EUCH, vom UNS:

Biegsam und formbar. Brauche ich nicht besser festen Stand?

Vielleicht. Doch ich - bin im DU gefangen.

 

Manche Menschen....

Manche Menschen machen dich krank.

Betonklötze, die dich beschweren,

wenn du frei und leicht den See durchqueren willst.

 

Manche Menschen sind wie Wanderstäbe.

Fast unmerklich geben sie dir Halt,

wenn ihr Vertrauen Zuversicht in deine eigene Stärke festigt.

 

Manche Menschen schenken dir die Welt.

Sie lassen deinen Gedanken Flügel wachsen

und die Farben um dich herum locken deine Sinne voller Kraft.

 

Augen, die mich erreichen

Ich gehe durch die Strassen.

Menschen, Dinge, Hasten überall.

Blicklos, traumlos, im Strom gefangen, gespült in die Gasse.

 

Doch mir entgegenkommend ein Blick, offen, wie die Sonne so glimmend.

Augen, die mich erreichen.

Menschenlicht, das Herz und Gesicht lächeln macht.

Dann kommst Du 

Ich fühle mich gut. Ich bin fröhlich. Ich bin stark.

Dann kommst Du. Übersiehst mich. Zeigst mir, ich bin ohne Bedeutung.

 

Ich fühle mich - ich weiß nicht wie. Unwichtig, unwert, vielleicht. Unsicher.

Kraft ist nötig, um mich in meinem ICH wieder wohnlich einzurichten.

 

Ich sehe Dich

Ich liebe, ich fühle, mein Herz ist glücklich.

Ich atme Leben ein und Dankbarkeit aus.

 

Ich sehe Dich. Unglücklich. Eingeschlossen in eine graue Nebelwand.

Verdrossen. Im Gesicht ein starres:  "man muss".

 

Nebel fällt auf mein Herz, versteinert mich,

im Kampf darum, das Leben einfach zu lieben.